Abstract
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt lassen sich trotz gestiegener Erwerbsneigung und erhöhtem Bildungsniveau von Frauen nach wie vor vertikale Segmentationsmuster nach dem Geschlecht beobachten. Dies ist in anderen Ländern wie beispielsweise Schweden nur in einem geringeren Ausmaß der Fall. Der vorliegende Beitrag verdeutlicht die Situation anhand vergleichender empirischer Untersuchungen im deutschen und skandinavischen Bankensektor.
Um den Ursachen der festgestellten länderspezifischen Unterschiede nachzugehen, wird als theoretische Basis der Neoinstitutionalismus mit seinem Fokus auf die jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf Unternehmen herangezogen. Beispielhaft erfolgt ein Vergleich der für geschlechtsspezifische Segmentationsmuster relevanten gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren mögliche Auswirkungen in Deutschland und Schweden.
Im Ergebnis lässt sich ein Zusammenhang zwischen den analysierten institutionellen Rahmenbedingungen und dem länderspezifisch unterschiedlichen Umgang der Unternehmen mit geschlechtsspezifischer Arbeitsmarktsegmentation postulieren. Dies hat Implikationen für die Wissenschaft und Praxis.
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