Abstract
Unternehmenspraktika gelten als wirkungsvolle Personalmarketing-Maßnahmen zur Bindung zukünftiger Mitarbeiter und werden von Organisationen häufig zur Personalrekrutierung und Personalauswahl herangezogen. In der berichteten Studie wird die Bindungswirkung solcher Praktika unter Rückgriff auf das psychologische Konstrukt „affektives Commitment” untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei die durch die beschäftigende Organisation veränderbaren Rahmenbedingungen eines Praktikums und die durch Praktika erzielten Resultate. Als Datengrundlage dienen Selbstauskünfte zum Praktikumserleben von 83 Studierenden der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften. Mit Hilfe von Regressions- und Pfadanalysen wird gezeigt, dass die Integration der Praktikanten in den Arbeitsprozess eine Schlüsselvariable für das Commitment der Praktikanten zur beschäftigenden Organisation darstellt. Commitment weist bedeutsame Zusammenhänge mit der Praktikumszufriedenheit auf und leistet einen substantiellen Beitrag zur Vorhersage des Wunsches, nach dem Studium in der Organisation arbeiten zu wollen. Extrinsische Motivatoren, wie die Höhe der Bezahlung während des Praktikums, wirken sich weder auf das Commitment noch auf die Zufriedenheit mit dem Praktikum oder den Wunsch aus, in der betreffenden Organisation später zu arbeiten.
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