Abstract
In den letzten Jahren ist der Bewerberseite in der Forschung zur Personalauswahl vermehrt Aufmerksamkeit zuteil geworden. Zu den Reaktionen von abgelehnten Bewerbern liegen aber nach wie vor kaum Untersuchungen vor. Erste Hinweise existieren, dass Ablehnungsschreiben auch für die einen Bewerber ablehnende Organisation negative Konsequenzen haben können (z.B. geringe Weiterempfehlungsbereitschaft oder negative Einstellung gegenüber den Produkten des Unternehmens). Der vorliegende Beitrag stellt einige Befunde zur Gestaltung von Ablehnungsschreiben vor und berichtet über ein Experiment, in dem die Auswirkungen der Ankündigung untersucht werden, die Bewerbung werde in einen Bewerberpool (auch „Talentpool” genannt) aufgenommen, um den Bewerber zu einem späteren Zeitpunkt abermals ansprechen zu können (= Übersendung eines so genannten „Eisschreibens”). Es zeigt sich, dass Bewerber diese Art von Ablehnungsschreiben positiver einschätzen und die Einstellung zum Unternehmen günstiger ist als bei Standardabsagen. Unternehmen, die Bewerberpools einrichten, können nach den Ergebnissen dieser Studie positive Reaktionen auf der Bewerberseite erwarten.
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