Abstract
Dieser Beitrag analysiert über einen Zeitraum von zehn Jahren die Umsetzung ausgewählter personalwirtschaftlicher Handlungsempfehlungen: Verlagerung von Personalverantwortung auf nachgelagerte Einheiten und das Linienmanagement, verstärkt leistungsorientierte Bezahlung und vermehrte Nutzung von flexiblen Arbeitsformen. Diese normativen Empfehlungen sind nicht nur seit Ende der 1980er Jahre ein fester Bestandteil der personalwirtschaftlichen Diskussion, sondern auch wichtige Bausteine in Konzepten neuer Formen der Organisation. Eine statistische Längsschnittanalyse auf Basis von mehr als 20.000 ausgewerteten Fragebogen der Cranet-G Umfrage zu Personalmanagement in Europa zeigt nur für leistungsorientierte Bezahlung eine vermehrte Nutzung über die 1990er Jahre. Dagegen beobachteten wir insbesondere bezüglich der Verlagerung von Personalverantwortung auf nachgelagerte Einheiten bzw. das Linienmanagement ein Auseinanderklaffen zwischen der Literatur und den in der Unternehmenspraxis zu beobachtenden Entwicklungen. Wie eine weitere statistische Analyse zeigt, sind negative Performanceimplikationen eine mögliche Ursache dafür.
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