Abstract
Im vorliegenden zweiten Teil des Quellentextes zur Leitlinie Psychosomatik in der Reproduktionsmedizin wird schwerpunktmäßig auf Forschungsbefunde zur Bewältigung der Infertilität eingegangen. Diesbezüglich wird zwischen Aspekten der langfristigen Bewältigung der ungewollten Kinderlosigkeit nach einer erfolglosen medizinischen Behandlung und der Bewältigung der Sterilität nach erfolgreicher reproduktionsmedizinischer Behandlung unterschieden. Zunächst werden Forschungsergebnisse zur Effektivität von unterschiedlichen Bemühungen der langfristig kinderlosen Frauen und Männer zur Bewältigung des unerfüllten Kinderwunsches dargestellt. Auch nach erfolgreicher reproduktionsmedizinischer Behandlung sind die betroffenen Frauen, Männer und Paare Belastungen ausgesetzt, wie z.B. der Risikobelastung während Schwangerschaft und Geburt durch die hohe Rate an Mehrlingsschwangerschaften und die hohe Frühgeburtenrate, die es zu bewältigen gilt. Zusammenfassend dargestellt werden weiterhin Befunde zum Erleben von Schwangerschaft und Geburt, der Paarbeziehung, der Beziehung zwischen Eltern und Kind sowie der kindlichen Entwicklung nach einer erfolgreichen reproduktionsmedizinischen Behandlung.
This second part of an article summarizing source material underlying the authors guidelines for Psychosomatics in Reproductive Medicine focusses on research results dealing with coping with infertility. It is differentiated between long-term coping following medical treatments with no success and coping aspects in the context of successful treatments. Results dealing with the effectiveness of coping in males and females with long-term childlessness are described. Even if the medical treatment of infertility leads to pregnancies, females, males and couples will suffer from specific stress such as the risks connected with multiple pregnancies and births, or the high rate of premature deliveries. Finally studies concerning the experience of pregnancy, birth, partner satisfaction, and the relationship between parents and children as well as the development of the children following successful infertility treatment are reviewed.
Keywords
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