Abstract
Lehrbücher zur Testtheorie und Testkonstruktion orientieren sich an der Messung von zeitstabilen und situationsübergreifenden Dispositionen. Klinische Disziplinen wie die Psychotherapie oder die Rehabilitationswissenschaften benötigen aber Verfahren, die Veränderungen abbilden können. In der gesundheitsbezogenen Lebensqualitätsforschung ist dieser Problematik ein beachtliches Interesse geschenkt worden. Verschiedene dabei benutzte Designs und Statistiken werden kritisch gegenübergestellt. Kein Design und keine Statistik kann uneingeschränkt empfohlen werden. Die Kennziffern können zu unterschiedlichen Rangreihen bezüglich der Änderungssensitivität konkurrierender Instrumente führen, selbst wenn sie mit der gleichen Therapie, gleichem Design und an den gleichen Probanden untersucht werden. Nichtsdestotrotz, der Versuch einer empirischen Überprüfung der Änderungssensitivität ist besser als ihr Vorhandensein bloß zu unterstellen. Im Zweifelsfall sollten mehrere Kenngrößen berichtet werden.
Most textbooks on assessment still focus on the measurement of stable personality traits. However, clinical disciplines like psychotherapy or rehabilitation sciences need assessments capable of measuring change. In health-related quality of life research this problem has attracted considerable attention. Different designs as well as different statistics, used for this purpose, are discussed in this essay. No single design or statistic seems to fulfill all requirements. Different statistics can produce different rank orders of sensitivity to change for competitive instruments, even if they are tested with the same intervention, the same design, and the same subjects. Nevertheless, trying to empirically scrutinize the responsiveness of a questionnaire is better than simply assuming it. In doubt, several statistics should be reported.
Get full access to this article
View all access options for this article.
