Abstract
Im Rahmen einer Querschnittsstudie wird überprüft, ob die Hypothesen zum Zusammenhang zwischen motivationalen Stufen der Verhaltensänderung und den kognitiven Variablen Selbstwirksamkeitserwartung und Entscheidungsbalance, wie sie aus dem transtheoretischen Modell abzuleiten sind, auch für den Bereich des rückenbewußten Verhaltens zur Prävention von Rückenschmerzen gültig sind. Es werden 149 Mitarbeiter eines Verwaltungsbetriebes einbezogen (50 % Männer, Durchschnittsalter 40 Jahre, SD = 12,3). Die Validität des Stufenalgorithmus, bestimmt durch die Korrelation mit einer Skala zu rückenbewußten Verhaltensweisen, erweist sich als befriedigend. Die Selbstwirksamkeitsskala zu rückenbewußtem Verhalten ist eindimensional mit hoher interner Konsistenz (Cronbachs α = 0,92); die Skala zur Entscheidungsbalance ist zweidimensional, wobei sich auf der einen Subskala die wahrgenommenen Vorteile (Cronbachsα= 0,89), auf der anderen die wahrgenommenen Nachteile (a = 0,66) abbilden. Mit einer fortgeschrittenen Stufe in der Verhaltensänderung nehmen die wahrgenommenen Vorteile rückenbewußten Verhaltens ebenso wie die wahrgenommene Selbstwirksamkeit zu und die wahrgenommenen Nachteile ab. Durch die Studie werden die Annahmen des transtheoretischen Modells auch für den Bereich des rückenbewußten Verhaltens bestätigt.
We examined assumptions with regard to the relationship between self-efficacy, decisional balance and postural habits derived from the the transtheoretical model of behavioral change using a cross-sectional design. The sample consists of 149 employees of an administration unit (50 % male, average age 40 years, SD = 12,3). The validity of the stage algorithm proves to be satisfactory. The self-efficacy scale has a unidimensional structure and good internal consistency (Cronbachsα= 92). The decisional balance scale has two dimensions reflecting the perceived advantages of a change (Cronbachsα=0,89) and the perceived disadvantages (Cronbachsα= 0,66). At an advanced stage of behavioral change, the scores of self-efficacy and of the perceived advantages of good postural behavior are higher and the scores of the perceived disadvantages lower than at previous stages. The study confirms the validity of the transtheoretical model also for postural behavior.
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