Abstract
Überlegungen zu Entwicklungen im In- und Umfeld von Organisationen lassen den Schluss zu, dass Positionswechsel unter den Bedingungen reduzierter Kompetenz und Verantwortung – die sich hinter dem Begriff Downward Movement verbergen – in Zukunft einen relativ hohen Stellenwert erlangen könnten. Im vorliegenden Beitrag werden derartige Karrieremuster verhaltenswissenschaftlich geleitet diskutiert. Verdeutlicht wird, dass weitreichende individuelle Unterschiede in der Bereitschaft und Absicht zu einer Abgabe von Kompetenz und Verantwortung bestehen. Diese werden auf unterschiedliche Einstellungen zur beruflichen Entwicklung und auf verschiedenartig ausgeprägte Normen und Kontrollmöglichkeiten in Bezug auf das Karriereverhalten zurückgeführt.
Ferner wird der Versuch unternommen, das organisationale Interesse an Downward Movement zu analysieren. Dabei werden sowohl funktionale Konsequenzen als auch dysfunktionale Wirkungen von Versetzungen unter den Bedingungen verminderter Kompetenz und Verantwortung erörtert. Abschließend werden Einflusspotentiale auf individuelle Karriereabsichten untersucht. Diese werden vor dem Hintergrund der in den vorangehenden Ausführungen gewonnenen Erkenntnisse diskutiert; es gilt, funktionale Effekte von Downward Movement zu fördern, während dysfunktionale Konsequenzen nach Möglichkeit vermieden werden sollen.
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