Abstract
Der Fremdpersonaleinsatz auf der Basis von Werkverträgen ist ein verbreitetes Instrument einer arbeitsorganisatorischen Flexibilisierung und einer Externalisierung personalwirtschaftlicher Risiken. Der folgende Beitrag erläutert, inwiefern sich betriebliche Partizipationsmuster im Betrieb des Werkbestellers auf die Nutzung des werkvertraglichen Fremdpersonaleinsatzes auswirken. Die empirische Basis stützt sich auf insgesamt 33 offene Leitfadeninterviews mit personalpolitischen Entscheidungsträgern von 12 Unternehmungen unterschiedlicher Branchen in Deutschland. Dabei werden Ergebnisse aus der sozialwissenschaftlichen Forschung integriert. Es wird aufgezeigt, daß die Betriebsratstypologie nach Kotthoff auf das Problem des werkvertraglichen Fremdpersonaleinsatzes nicht anwendbar ist. Das Nutzungsmuster und die Dynamik des Fremdpersonaleinsatzes werden im wesentlichen von der Akzeptanz personalpolitischer Entscheidungsträger sowie von der Art der Konflikthandhabung zwischen Management und Betriebsrat neben rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen geprägt.
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