Abstract
Im vorliegenden Beitrag wird versucht, das spannungsreiche und vordergründig widersprüchliche Verhältnis von Personalwirtschaft und Experimentalforschung durch einen Brückenschlag, die experimentelle Personalforschung, zu überwinden. Ziel ist die Erarbeitung einer Diskussionsbasis und die Extrahierung vorläufiger Forschungsziele für das Forschungsgebiet. Zum Zwecke einer Einordnung wird die experimentelle Personalforschung auf ihre wissenschaftstheoretischen, inhaltlichen und methodischen Grundlagen untersucht. Sie läßt sich qualifizieren als eine kausal ausgerichtete Wenn-Dann-Analyse, die darauf abzielt, Aussagen von praktischer Relevanz und mittlerer Reichweite bei möglichst hoher Meßgenauigkeit zu treffen. Die experimentelle Personalforschung ist über Realitätsabbildung und -analyse hinaus auf eine Gestaltung im Sinne einer Verbesserung der Bedingungen menschlichen Handelns ausgerichtet. Der ethischen Dimension des Forschungsgebietes kommt daher im Rahmen der Betrachtung der Problemfelder Variablenvielfalt, Generalisierbarkeit, Versuchstransparenz und Interventionsfolgen eine besondere Bedeutung zu.
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