Abstract
Den Anlaß für diese Arbeit liefern die wiederholt erhobenen Klagen, die Personalwirtschaftslehre weise zu wenig ökonomische Elemente auf. Daher wird versucht, die Transaktionskostentheorie auf die Personalwirtschaft zu übertragen, um instrumenteile Gestaltungsempfehlungen zu gewinnen. Die Transaktionskostentheorie wird herangezogen, weil sie unter den ökonomischen Ansätzen der Neoinstitutionellen Mikroökonomie die größte Erklärungskraft verspricht. Zunächst wird gezeigt, inwieweit diese Theorie konzeptionellfür eine Analyse von Beschäftigungsverhältnissen fruchtbar gemacht werden kann. Im Ergebnis stellt sich heraus, daß personalwirtschaftliche Funktionen Reparaturfunktionen für unvollständige Rahmenarbeitsverträge wahrnehmen. Aus methodischer Sicht werden darauf aufbauend Kategorien personalwirtschaftlicher Transaktionskosten aufpersonalwirtschaftlichen Feldern voneinander abgegrenzt. Anhand personalwirtschaftlicher Transaktionskosten können dann alternative personalwirtschaftliche Maßnahmen und Funktionen beurteilt werden. Für die Funktionsfelder der Personalentwicklung und Mitarbeiterführung wird gezeigt, welchen Erkenntnisgewinn die Transaktionskostentheorie für die Personalwirtschaftslehre liefert. Abschließend werden die Leistungsfähigkeit und die Grenzen des Übertragungsversuches beurteilt.
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