Abstract
Zur Sicherung der Erträge von spezifischen Humankapitalinvestitionen wird in der Theorie üblicherweise eine Beteiligung des Arbeitnehmers an der Finanzierung der Investition vorgeschlagen. Bisherige empirische Auswertungen lassen demgegenüber nur geringe Aufwendungen der Arbeitnehmer für entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erkennen. Um genauere Rückschlüsse in bezug auf die Motive, die Probleme sowie die Kalkulation (vor allem) spezifischer Humankapitalinvestitionen zu erhalten, wurde von den Autoren eine Unternehmensbefragung durchgeführt. Die Antworten auf den weitgehend standardisierten Fragebogen zeigen, daß das Sicherungsproblem in der Praxis meist mit anderen Instrumenten behandelt und die Quantifizierung entsprechender Planungen vernachlässigt wird. Für die Humankapitalfinanzierung sollten deshalb vor allem Risikoteilungsaspekte stärker beachtet werden, während die Humanvermögensrechnung offensichtlich von einer allgemeinen Verbreitung selbst in vergleichsweise großen Unternehmen noch weit entfernt ist. In beiden Bereichen besteht noch ein großer Handlungsbedarf zur Überbrückung der ersichtlichen Kluft zwischen Theorie und Praxis.
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