Abstract
Ausländische Investoren in den mittel- und osteuropäischen Staaten sind vielfach mit dem Problem konfrontiert, daß die angestrebten Lohnkostenvorteile durch eine im Vergleich zu den westlichen Industrieländern erheblich niedrigere Arbeitsproduktivität und Arbeitsqualität kompensiert oder zumindest erheblich reduziert werden. Als Hauptgrund dafür kann neben der technologischen Rückständigkeit der Maschinen und Werkzeuge sowie kontraproduktiven administrativen Eingriffen zentraler Behörden vor allem die ineffiziente Entgeltpolitik angeführt werden. Die substantielle Steigerung der Arbeitsproduktivität und -qualität sowie der Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter hängt somit in hohem Maße von der effizienten Gestaltung des betrieblichen Entlohnungssystems ab.
Im folgenden wird zunächst die Effizienz unterschiedlicher Kriterien der Entgeltdifferenzierung untersucht. Sodann wird auf die Wertigkeit unterschiedlicher monetärer und nicht-monetärer Entgeltformen eingegangen, bevor abschließend die Leistungsund Zufriedenheitswirkung der Entgelthöhe analysiert wird. Die Ausführungen basieren auf einer empirischen Untersuchung in 18 Joint Ventures in der Rußländischen Föderalion, der Ukraine, Belarus, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.
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