Abstract
Betriebliche Bildung hat nicht nur die Zielsetzung, Mitarbeiter zu qualifizieren, sie will sie auch sensibilisieren. Verbreitete Werthaltungen, die der allgemeinen Bildung den Vorzug vor der beruflichen geben und umgekehrt sind nicht mehr zeitgemäß und führen zu Dualismen, die der Vorstellung von der Unvereinbarkeit von allgemeiner und betrieblicher Bildung neuen Nährboden geben. Diese Haltungen sind umso überraschender, da doch mit der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen (und seiner Systeme) er immer in seiner beruflichen und privaten Rolle gesehen werden muß. Diese Betrachtung betrifft die Führungskräfte im Betrieb in besonderen Maße, da sie sich und andere in einem organisatorischen Rahmen und unter funktionellen Gesichtspunkten führen müssen. In dem Artikel soll geschildert werden, mit welchen Konzeptionen in der Führungskräfteförderung an Problemen gearbeitet wird, die sich auf den ganzen Menschen beziehen: Werte, Grundhaltungen, Einstellungen, Normen und Sinnfragen. Fragen, die im Seminar zentral sind lauten z.B. “Wo komme ich her?”, Wo stehe ich gerade?”, “Wo will ich hin?”.
Ziel des Beitrages ist es zu zeigen, daß es auch die Aufgabe von Personalforschung ist, die Umsetzungsmöglichkeiten von theoretischen Konzepten aufzuzeigen und zu entwickeln.
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