Abstract
Frauen sind – trotz guter Berufs- und Ausbildungssituation – in den führenden Positionen der Industrie, in den Führungsgremien von Parteien und Gewerkschaften und in den obersten Stellen der Universitäten unverändert deutlich unterrepräsentiert.
Es kann festgestellt werden, daß auf der einen Seite bundesdeutsche Arbeitgeber gegenwärtig über die bisher bestausgebildete Frauengeneration verfügen, dieser jedoch auf der anderen Seite nicht ihrem Know-how entsprechend adäquate Berufs- und Aufstiegschancen anbieten. Frauen werden zum einen generell beruflich weniger gefördert bzw. für spezifische Positionen als weniger geeignet betrachtet als Männer, und zum anderen fehlt ihnen selbst oft der Mut aufgrund dieser gering ausgeprägten beruflichen und sozialen Unterstützung sich für eine berufliche Karriere zu entscheiden. Die wenigen Frauen, die dennoch eine leitende Position anstreben, die erste Hürde geschafft haben und an einem Auswahlverfahren für Führungskräfte teilnehmen können, erleben nicht selten, daß es für sie weitaus schwieriger ist als für ihre männlichen Mitbewerber, diese Verfahren erfolgreich zu durchlaufen. Hier sind folglich Barrieren zu vermuten, die ein berufliches Vorwärtskommen von Frauen erschweren.
Der nachfolgende Aufsatz befaßt sich speziell mit der Frage, welche Barrieren sich beim beruflichen Aufstieg von Frauen bzw. in den Auswahlverfahren für Führungspositionen aufzeigen lassen und wo Personalpolitik unterstützend ansetzen könnte.
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