Abstract
Auf der Basis der Beschreibung einiger Vorzüge und Grenzen des kontingenztheoretischen Denkansatzes wird als Vorschlag zur Diskussion gestellt, statt inhaltlicher Führungsempfehlungen dem Praktiker eine formale Heuristik zur “zielorientierten Führung” an die Hand zu geben, mit deren Hilfe die Führungskraft das je relevante Führungsverhalten selber herauszufiltern imstande ist. In dieser Heuristik steht die inhaltliche Bestimmung des zielrelevanten Geführtenverhaltens im Mittelpunkt der Betrachtung. Anhand von Untersuchungen im Bankbereich wird der Nutzen dieser Heuristik empirisch veranschaulicht. Die Heuristik der zielorientierten Führung wird gegenüber den Weg-Ziel-Theorien sowie gegenüber der Führung durch Zielvereinbarung abgegrenzt. Abschließend wird die Frage erörtert, wie die Qualifikation zur Abarbeitung der Heuristik gefördert werden kann.
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