Abstract
Der Artikel befaßt sich anknüpfend an die Diskussion zu Fragen des Wandels und der bewußten Veränderung von Unternehmenskulturen sowie der Bedeutung von Führung in diesem Prozeß (vgl. u.a. Bleicher 1984 und 1986, Kaspar 1987, Kompa/Neuberger 1987, Dierkes 1988, Scholz/Hofbauer 1987 und 1990, Schwarz 1989, Hoffmann 1989, Marr 1989, Maas/Schüller 1990, Neuberger 1990, Merkens 1990, Nieder/Susen 1991) und aufbauend auf den aktuellen Problemen in der Entwicklung der ostdeutschen Industrie mit der Frage der Bedeutung von Untemehmenskulturen in diesem Prozeß. Dabei wird als Ausgangspunkt eine in der bisherigen Diskussion weniger beachtete historische Betrachtung der Entwicklungsbedingungen planwirtschaftlicher Unternehmenskulturen in der ehemaligen DDR gewählt. Nach einer Einführung und Bestimmung der theoretischen Ausgangspositionen (1.) wird versucht, Prozesse der Uniformierung und Differenzierung als Resultat gesamtwirtschaftlicher und ordnungspolitischer Entscheidungen sowie und eigengesetzlicher Entwicklungen darzustellen (2.), typische Merkmale von Unternehmenskulturen in Industriebetrieben der ehemaligen DDR aufzuzeigen (3.) und Konsequenzen für die Umgestaltung der ostdeutschen Unternehmenskulturen abzuleiten (4.). In die Erörterung werden vorhandene theoretische Positionen, Konzepte und empirische Ergebnisse anderer Autoren – wie z.B. Tragsdorf 1991, Mader/Staehle 1991, Weiß/Wiest 1991 oder Voskamp/Wittke 1990 – einbezogen.
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