Abstract
In der Diskussion über die Einführung neuer Technologien werden partizipative Gestaltungsverfahren als humanverträgliche und akzeptanzfördernde Sozialtechnologien empfohlen. In der Praxis scheitert deren Umsetzung jedoch häufig an vielfältigen Bedingungen. Vorgenommen werden soll deswegen eine detaillierte Analyse der psychologischen Prozesse die dazu beitragen, ob sich Mitarbeiter oder Führungskräfte dazu entscheiden, Partizipation einzuräumen bzw. anzunehmen. Als wesentliche Bedingungen wird dabei u.a. der organisatorische Gestaltungsspielraum identifiziert, einerseits als objektiv gegebener Handlungsspielraum anderseits jedoch als individuell – häufig sehr unterschiedlich – wahrgenommene Möglichkeit, sich an betrieblichen Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen beteiligen zu können bzw. Mitarbeiter an derartigen Prozessen zu beteiligen. Die Analyse zeigt die Vielzahl der Aspekte, die für den Einzelnen im Zusammenhang partizipativen Handelns relevant werden. Für einen erfolgreichen Einsatz partizipativer Entscheidungs- und Gestaltungsverfahren in der Praxis erscheint die Kenntnis bzw. Berücksichtigung dieser Faktoren notwendig.
Get full access to this article
View all access options for this article.
