Abstract
Der Unternehmung kommt immer mehr der Charakter einer quasi-öffentlichen Institution zu, weil die Einflüsse der soziopolitischen Rahmenbedingungen auf die Unternehmenspolitik stark zugenommen haben. So dringt durch den gesellschaftlichen Wertewandel auch das gewachsene Verlangen nach Mitsprache und Mitgestaltung in die Wirtschaftsorganisation ein und wirkt dort als Modernisierungsimpuls. Die Unternehmen können das darin angelegte Produktivitätspotential nur ausschöpfen, wenn sie die veränderten Werthaltungsansprüche und Arbeitszeitbedürfnisse der Mitarbeiter als konstruktive Herausforderung für die Neugestaltung ihrer Arbeits- und Personalpolitik begreifen. Mit der über den Einzelbetrieb hinausgehenden Nutzung der Produktivkraft Partizipation wird die Modernisierung industrieller Gesellschaften selbstbezüglich, weil sie als eine demokratische Modernisierung bereits industriell moderner Strukturen bezeichnet werden kann.
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