Abstract
Wer heute als österreichischer Sozialwissenschaftler einen Blick über die Grenze in die westdeutsche Wissenschaftslandschaft wirft, der wird von sehr gemischten Gefühlen berichten können, einerseits von der Freude über die zunehmende, auch ministeriell bescheinigte Akzeptanz der Notwendigkeit und Wichtigkeit sozialwissenschaftlicher Forschung, andererseits von dem Unbehagen über den Preis, mit dem diese Akzeptanz erkauft wird. Im folgenden geht es uns nicht darum, diese Entwicklung, die wir als Säkularisierung der Sozialwissenschaften interpretieren, einer Kritik zu unterziehen. Das haben andere schon an anderer Stelle besorgt (Tschiedel, 1987; Alternative Liste, 1986; Ryll, 1987) oder werden es sicher bald besorgen. Wir erfüllen hier, exemplarisch zwar, aber möglichst sorgfältig, nur unsere Pflicht als Chronist eines kurzen, aber zentralen Abschnitts in der Entwicklung der Sozialwissenschaften von der Sozialphilosophie zur Sozialtechnologie.
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