Abstract
Der vorliegende Beitrag behandelt die Frage: Wie kann man praktische Aussagen (Sozialtechnologien) aus Theorien, vor allen aus verhaltenswissenschaftlichen Theorien, gewinnen, und welche Probleme ergeben sich dabei? Verschiedene Vorschläge zur Entwicklung von praktischen Aussagen werden anhand von Beispielen aus dem Personalwesen erläutert und kritisiert. Dabei zeigt sich, daß die weitverbreitete Vorstellung der tautologischen Transformation von Theorien in praktische Aussagen kaum haltbar ist. Um die Mängel der bisherigen Vorschläge zu beheben, wird ein eigenes Entwicklungsschema vorgestellt, das, als Heuristik, dazu dienen soll, theoretisch fundierte, praktische Aussagen zu generieren. Anschließend wird diskutiert, nach welchen Kriterien theoretische Aussagen für praktische Zwecke zu beurteilen sind, welche Wertungsprobleme sich ergeben und wie man Handlungsskizzen entwickeln kann. Abschließend werden einige Konsequenzen für die Personalwirtschaftslehre aufgezeigt.
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