Abstract
Im vorliegenden Beitrag werden individuelle Vorstellungen von Karriere und karrierebezogenem Handeln analysiert und typisiert. Angeknüpft wird an die Diskussion, inwiefern „Einheitsmodelle” von Karriere ausgedient bzw. jemals umfassende Gültigkeit besessen haben. Im Zuge der Forschungsdiskussion traditioneller und moderner Karrieren wird deutlich, dass eine objektive und strukturelle Sicht auf Karrieren notwendigerweise um eine subjektive Sicht ergänzt werden muss, um dem Phänomen „Karriere” gerecht zu werden. Es scheint notwendig, den Verlauf von Karrieren sowohl als Ergebnis des Denkens und Handelns des Einzelnen als auch eingebettet in und beeinflusst von einem sozialen Kontext zu verstehen. In der qualitativen Studie wird auf der Datenbasis von 83 narrativen Interviews analysiert, wie der Einzelne sein persönliches „Karriere-Projekt” konzipiert und durchläuft. Die Ergebnisse werden zu fünf Idealtypen des Karrieredenkens und -handelns verdichtet, charakterisierend beschrieben und entlang der Modi Orientierung, Entscheidung, Selbsteinschätzung und Steuerung differenziert.
Get full access to this article
View all access options for this article.
