Abstract
Am Beispiel der deutschen chemischen Industrie, einer mittelständisch, aber international orientierten Branche untersuchen wir, in welchem Umfang bei der Abwicklung internationaler Aktivitäten auf Auslandsentsendungen zurückgegriffen wird. Wir zeigen, dass dies deutlich seltener geschieht, als angesichts der wissenschaftlichen Literatur zum Thema Expatriates vermutet werden könnte. Bei der Auswahl der Expatriates folgen die Unternehmen oftmals nicht den seitens der Wissenschaft unterbreiteten Ratschlägen für eine erfolgreiche Personalauswahl, ohne dass daraus jedoch ein erhöhtes Risiko des Scheiterns von Auslandsentsendungen erwächst; denn die Personalauswahl erfolgt oftmals auf Basis von Selbstbewerbungen potentieller Kandidaten, durch die ein wichtiger Erfolgsfaktor von Auslandsentsendungen, die Motivation der Expatriates, sichergestellt ist. Es ist deswegen keineswegs irrational, wenn Unternehmen auf aufwändige Auswahlprozeduren verzichten.
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