Abstract
Der Einsatz von Personal im Ausland stellt immer noch viele Unternehmen und Non-Profit-Organisationen vor Herausforderungen. Ungeklärt ist auch die Rolle der Familie: Kann sie im Ausland ihre unterstützende Funktion wahrnehmen oder wird sie eher zu einer zusätzlichen Belastung für den entsendeten Mitarbeiter? Untersucht wurde in der vorliegenden Arbeit, ob in diesem Zusammenhang auch die Qualität der Partnerschaft eine Rolle für eine erfolgreiche Entsendung spielt. Anhand des FACES II sowie eines eigens entwickelten Fragebogens zur Erfassung der Stressoren im Ausland wurden die Dimensionen Kohäsion und Adaptabilität einer Partnerschaft im Hinblick auf ihre Fähigkeit untersucht, die Qualität eines Auslandsaufenthaltes zu beeinflussen. Befragt wurden 23 Paare, die durchschnittlich 10,2 Jahre im Ausland lebten. Es zeigte sich, dass vor allem die Adaptabilität dazu beitragen kann, Lebenszufriedenheit im Ausland zu erhöhen und gleichzeitig das Belastungserleben zu reduzieren. Damit wird Unternehmen eine weitere Möglichkeit an die Hand gegeben, im Vorfeld der Auslandsentsendungen eine Auswahl aus ihren Mitarbeitern zu treffen, Abbrüche zu vermeiden und so kostenintensive Fehlbesetzungen zu vermeiden.
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