Abstract
Das Thema Wissensmanagement beansprucht seit geraumer Zeit einen prominenten Platz in der betriebswirtschaftlichen Diskussion. Mehr als 1000 selbstständige Veröffentlichungen sind dazu allein im deutschsprachigen Raum seit 1995 erschienen.1 Zahllose Zeitschriftenaufsätze kommen hinzu, und ein Ende der Publikationsflut ist nicht abzusehen. Doch wie so oft bei, heißen „Managementthemen, stehen die beeindruckenden Publikationszahlen in einem gewissen Missverhältnis zum qualitativen Standard der Debatte, die zahlreiche theoretische Unebenheiten aufweist. Diese liegen auf begrifflicher, methodischer und kategorialer Ebene. Der vorliegende Beitrag zeigt die Schwachstellen der Diskussion auf und plädiert für einen philosophisch und kommunikationstheoretisch revidierten Umgang mit dem Problemkomplex des Wissens und seiner sozialen Verwendung im Kontext der Unternehmung. Zu diesem Zweck wird das Wissensmanagementkonzept zunächst zusammenfassend referiert (Kapitel 1), um nach einer grundlagenkritischen Erörterung (Kapitel 2) abschließend einige Desiderate für die künftige personalwissenschaftliche Reflexion zu präsentieren (Kapitel 3).
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