Abstract
Viele Unternehmen und Organisationen versuchen nach dem Prinzip „Spitzenleistungen mit Menschenwürde” zu führen. Im Rahmen dieser Versuche werden oft Führungsleitlinien oder Verhaltensregeln proklamiert. Dabei wird angenommen, eine Verabschiedung solcher Verhaltensregeln und deren Papierdokumentation sei ausreichend, um ihre Umsetzung zu erreichen. Es wird übersehen, dass die Problematik erst in dieser Phase wirklich beginnt: allzu leicht bewirkt die Formulierung und Verabschiedung sowie die Präsentation in Hochglanzbroschüren Frustration und innere Kündigung bei den Mitarbeitern, weil aus deren Sicht nur Lippenbekenntnisse gegeben werden und eine Doppelmoral auf Seiten der Führung festgestellt wird: die Führungsebene lebt nicht entsprechend der von ihr selbst proklamierten Werte und Normen und hat zweierlei Maβ bei der Beurteilung von Verletzungen der festgelegten Verhaltensregeln.
In diesem Beitrag demonstrieren wir einerseits die Problematik der Formulierung von Verhaltensregeln und andererseits zeigen wir auf, welche Bedingungen notwendig sind, damit nach ihrer Festsetzung und Proklamation eine konkrete Umsetzung auch tatsächlich stattfindet.
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