Abstract
Nach Darstellung des Forschungsstandes zur Inneren Kündigung in Bezug auf Verbreitung, Bedingungen und Folgen wird ein eigenes regelungstheoretisches Erklärungsmodell vorgestellt, das an einer Stichprobe von 115 Lehrern überprüft und mit Hilfe von zwei weiteren Stichproben validiert wurde. Die Befunde bestätigen die Annahme, dass Innere Kündigung eine (unter mehreren) mögliche Verhaltensweise darstellt, mit der ein Mitarbeiter auf ‘Inequity’ reagieren kann, die für ihn einen Bruch des inneren bzw. psychologischen Arbeitsvertrages bedeutet. Die Reaktion ist darauf ausgerichtet, wahrgenommene Ungerechtigkeit auszugleichen und das Gleichgewicht wieder herzustellen. Bedingungsvariablen der Inneren Kündigung sind u.a. ein Mangel an kooperativer Führung, Mitbestimmung und Zuwendung. Gegenindikatoren sind u.a. Involvement, Identifikation sowie Loyalität. Als resultierende Dimensionen des kausalen Strukturmodells ergeben sich Inequity, Persönliche Erfüllung sowie Innere Kündigung. Reliabilitäten und Validitäten sind gut belegt. Eine Modelltestung konnte das hypothetische, kausale Strukturmodell bestätigen.
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