Abstract
Im New Public Management (NPM) und den von ihm angeleiteten Reformprojekten wurde die Verwaltungskultur als wichtige Variable des Change Managements erst spät aufgenommen. Dabei erfordert eine Jahrzehnte alte Tradition und Sozialisation im “bürokratischen Modell” besondere Anstrengungen, um den geplanten Organisationswandel nicht an Vermeidungsstrategien der Beteiligten scheitern zu lassen. Große Bedeutung im öffentlichen Sektor kommt Leitbildern zu, da unterschiedliche Interpretationen der Staatsaufgaben die internen Orientierungen der Mitglieder der Organisation erheblich beeinflussen. Am Beispiel einer repräsentativen Mitarbeiterbefragung in der Landesverwaltung Niedersachsen wird analysiert, wie die Mitarbeiter den Wandel erfahren und bewerten. Dabei stellt sich heraus, dass sie eher ihre Orientierung verloren als schon eine konsistent neu gewonnen haben.
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