Abstract
Es wird über die konkurrente Validität eines Assessment Center sowie den Erklärungsbeitrag verschiedener Einzelverfahren berichtet. Die Studie wurde in einem Dienstleistungsunternehmen der Luftfahrtbranche durchgeführt, an der insgesamt N=47 interne Bewerber teilnahmen. Es kamen insgesamt 5 verschiedene Prädiktoren zum Einsatz (Gruppendiskussion, Mitarbeitergespräch, Präsentationsübung, Postkorb und schriftliche Fallstudie), wobei insbesondere von Gruppendiskussion und Postkorb inkrementelle Prognosebeiträge erwartet wurden. Als Erfolgskriterien konnten von N=39 Probanden Vorgesetztenbeurteilungen (Verhaltensbeobachtungen sowie Potentialeinschätzungen) herangezogen werden.
Die Berechnung der Gesamtvalidität auf der Grundlage einer multiplen Regressionsanalyse ergab R=.50 (korrigiertes R=.36), die Kombination gleichgewichteter Prädiktoren ergab r=.35 (N=39, p=.02). Damit liegt der Wert im Bereich einer in den 80er Jahren im englischsprachigen Raum durchgeführten Metaanalyse. Genauere Analysen ergaben zudem, dass der Postkorb in der vorliegenden Untersuchung nicht kriteriumsvalide ist; er korrelierte zu Null mit der Leistungsbeurteilung, aber relativ hoch mit den übrigen Aufgaben im Assessment Center, fungierte also als Suppressor.
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