Abstract
Die strategischen Bedingungen vieler Unternehmen haben sich aufgrund des internationalen Wettbewerbs in Richtung flexible Industrieproduktion verändert. Die Methoden der betrieblichen Entgeltpolitik können hiervon nicht unberührt bleiben. Variable Beteiligungsentgelte, verstanden als Gewinn- und Kapitalbeteiligungen, werden in diesem Kontext vielfach als entsprechende Flexibilisierungsinstrumente seitens der betrieblichen Entgeltpolitik betrachtet. Im Rahmen dieses Beitrags wird die Häufigkeit betrieblicher Beteiligungsentgelte empirisch untersucht. Dabei zeigt sich in Deutschland (West) eine generelle Zunahme von Beteiligungsentgelten im Zeitverlauf sowie eine selektive Verbreitung differenzierter Formen monetärer Partizipation, was mit Hilfe agency-theoretischer Überlegungen begründet werden kann. Ein internationaler Vergleich mit Frankreich und Großbritannien zeigt, dass in diesen beiden Ländern Beteiligungsentgelte vergleichsweise häufiger verbreitet sind und zudem eine gröβere Varianz aufweisen. Die Logik der agency-Theorie vermag diese internationalen Unterschiede kaum zu erklären. Zusätzlich sind daher insbesondere institutionelle Erklärungsfaktoren heranzuziehen.
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