Abstract
Der Text entspricht einem Referat im Rahmen eines Kulturaustauschprogramms zwischen Ruβland und Österreich. Daher konnte es nicht darum gehen, neue Forschungsergebnisse zu prasentieren. Vielmehr soil die gegenwärtige Sicht der Zusammenhänge so präzise und einsichtig wie möglich dargestellt werden, ohne deren subjektive Prägung zu verleugnen. Durch die Postmoderne-Diskussion der jungsten Zeit ist das Begriffsfeld „Moderne” stärker in den Mittelpunkt der Forschung gerückt. Dabei ist nicht nur das Wort „modern” vieldeutig, sondern sind auch zumindest drei verschiedene Verständnisweisen von „die Moderne” auseinanderzuhalten: ein Projekt in der europäischen Kulturgeschichte, eine entsprechende politische Bewegung und eine engere historische Zeitspanne. Erst von daher ist es sinnvoll, den Begriff auch auf die Musikgeschichte zu Übertragen. Dabei wird erkennbar, daβ die Wiener Verhältnisse stärker prägend waren, als man sich ailgemein bewuβt war. Der Autor ist Leiter des musikwissenschaftlichen Teil-projekts innerhalb des an der Karl-Franzens-Universität Graz derzeit laufenden Spezialforschungsbereichs Die Moderne. Wien und Zentraleuropa urn 1990.
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