Abstract
In unterschiedlichen nationalen, institutionellen und organisationalen Kontexten und unter ungewissen Bedingungen versuchen traditionelle und neue Arbeitnehmerorganisationen Antworten auf die Frage zu finden, wie mit den großen Konfliktlinien der Veränderungen umzugehen ist, mit denen sie konfrontiert werden. Die Einleitung zu dieser Themenausgabe befasst sich vorrangig mit diesem Prozess des Experimentierens: der Disruption traditioneller Formen der Regulierung von Arbeit und Beschäftigung; wie unterschiedliche Akteure in die experimentierenden Modelle der Governance von Arbeit und Beschäftigung eingebunden werden; wie diese Akteure Forderungen an den Staat stellen; wie diese Prozesse zu besseren oder schlechteren Arbeitsbedingungen führen können; und wie eine große Bandbreite an Fähigkeiten und eine besondere Konfiguration von Ressourcen der Experimentierenden einen Beitrag zu neuen Formen der Regulierung der Arbeit leisten und damit auch zu besserer Arbeit führen können. Zu den wichtigen Themen gehören die Agency und die Resilienz der Akteure und ihre Entwicklung neuer kollektiver Fähigkeiten, die Bedeutung von Deliberation und Demokratie, die strategische und reflexive Natur des Experimentierens, die potenzielle Übertragbarkeit des Experimentierens hin zu neuen Formen der Institutionalisierung bei gleichzeitiger Integration von grundlegenden Werten wie Gleichheit, Solidarität und Demokratie und neue Formen aggregierter Erkenntnisse, die einen ständigen Dialog zwischen Akteuren und Forschenden erfordern.
Keywords
Get full access to this article
View all access options for this article.
